Sehnsüchte...
TK lag in seinem Bett. Nacht, tiefe Nacht um
ihn, und er war ganz alleine. Schon wieder dieser Traum... Er hasste diesen Traum, den er immer wieder
träumte. Kari hatte sich darin in Davis verliebt, und die beiden gaben wirklich
ein nettes Paar ab.
„Neeeeiiiinnnn!!“ schrie er mit qualvollen
Seelenschmerzen, als er erneut daran dachte.
„TK, was ist denn...?“ fragte Patamon
besorgt.
„Patamon... ach, nichts, es... es war nur ein
Traum...“
„Sag mir, wenn dich irgendwelche Sorgen
quälen, ja...?“
TK nickte und lächelte seinen Digimonpartner
an, während er ihm zärtlich über den Kopf strich. Wenigstens war Patamon bei
ihm...
Sie spielen so schön... als wären sie verliebt... So sorglos, als hätte
die Digiwelt nie eine Gefahr gesehen... Wenn ich nur den Mut von Tai hätte...
dann könnte ich Kari ins Gesicht sehen und es ihr sagen... Sie redet mit
Davis... warum...? Warum kommt sie nicht hierher und redet mit mir... Oh Kari
bitte, tu mir das nicht an... es tut so weh...! Ich hatte noch nie solche
Schmerzen... aber sie sind in mir drin, in... in meiner Seele...!
TK griff sich traurig an sein Herz und fühlte
den Pulsschlag. Als er dabei Kari ansah stieg er enorm, und er spürte wie ihm
die Röte ins Gesicht stieg. Kari lachte Davis an. Warum tut sie das...??? Doch
dann wandte sie sich von ihm ab und ging zu Tai.
Es war ein herrlicher Morgen in der Digiwelt.
Malomyotismon war besiegt, und keine Gefahr drohte ihnen mehr... Zumindest
im Moment... dachte TK. Sie hatten vor, in der Digiwelt zu übernachten, und
alle waren am Morgen samt Camping-Sachen an einem herrlichen See eingetroffen.
Sanft glitzerten die Wellen, die von der Sonne gestreichelt wurden im Wind. TK
seufzte traurig, zog seine Badehose an und stieg in das Wasser um eine Runde zu
schwimmen. Mitten im See erhob sich eine bewaldete Insel, zu der wollte er sich
verziehen, damit er Kari und Davis nicht mehr sehen musste...
„Eisschleuder!!!“ erklang es urplötzlich
hinter ihm, und TK wurde unter Wasser gedrückt. Prustend stieß er wieder an die
Oberfläche und wollte schon um Hilfe schreien als er erkannte wer das war.
„Kari!“ rief er erschrocken und wurde
ziemlich rot im Gesicht. Sie lachte.
„Hab ich dich erschreckt...? Sorry...! Ich
musste dir einfach hinterher... Das war eine gute Idee von dir, zu der Insel zu
schwimmen...“
Munter zog sie ein paar Runden um TK, der sie
bewundernd ansah. Wie liebte er sie doch... ihre Schönheit, ihre Augen, die
Haare, nein, jedes einzelne Haar, und vor allem ihre Seele... Und das Licht,
das sie umgab – von innen wie von außen. Was um alles in der Welt sollte er nur
tun, damit diese Sehnsucht ihn nicht umzubringen drohte...!
„Ja...?“ fragte er leise. „...war es das...?“
„Natürlich...!“ flüsterte sie, schwamm zu ihm
und hielt sich sanft an ihm fest. „TK...? Du bist ja ganz rot im Gesicht...?“
entdeckte sie belustigt. Er konnte nur irgendwelche Worte stammeln. „Was ist..?
Gehen wir nun zu der Insel oder warten wir hier, bis wirklich ein Seadramon
vorbeikommt...?“ fragte sie fröhlich und schwamm voraus. Am Ufer der kleinen
Insel angekommen setzte er sich in den Sand, während ihm ein paar Tränen über
das Gesicht liefen. „Warum... bist du nicht bei Davis geblieben...?“
„Davis?!“ rief sie entsetzt. „Aber...? TK,
was soll ich denn bei Davis, dem Kindskopf?“
Langsam ließ sie sich neben TK fallen und
musterte seine traurigen Züge. „TK...? Du...? Du dachtest doch nicht wirklich,
dass.. ich und Davis..?!“ fragte sie leise, während sie ihm sanft die Tränen
wegstrich. Dann musste sie lachen und umarmte TK stürmisch.
„Kari... ich....“
„Psst...“ deutete sie und legte ihm ihren
Finger auf die Lippen. „TK... ich muss dir JETZT etwas gestehen... denn
sonst... sonst werde ich mich wahrscheinlich nie wieder trauen...“
„Was...?“ fragte er, nun doch neugierig
geworden.
„Ich liebe dich... Nur dich
allein...!“
„Kari... meinst... meinst du... das
ernst...?!“ stammelte er, voller Erstaunen, Schrecken aber auch voller Glück.
„Natürlich... Ich hoffe... du bist mir nicht
böse...“
„Nein, warum... warum sollte ich...?!“ Wieder
liefen ihm Tränen über die Wangen. „Nichts hätte ich mir sehnlicher gewünscht,
nichts auf der Welt...!“
„Wirklich...?“
„Ja...“ antwortete er zärtlich und
beantwortete ihr Geständnis mit einem langen Kuss. „Ich... ich hatte Angst...
aber ich wusste es auch... Es musste einfach so sein... Hoffnung und Licht
gehören zusammen... Wo Licht ist... ist auch Hoffnung.. und wo Hoffnung ist...
ist auch Licht...“
„Ja... du hast Recht... das war
wunderschön...“ flüsterte sie verliebt und zog TK auf den Boden in den Sand.
„Das ist der See der Träume... Lass uns träumen, TK...“
„TK! Kari! Wo wart ihr denn?!“ fragte Matt,
der seinen kleinen Bruder schon vermisst hatte.
„Wir waren schwimmen, und haben uns mal auf
der kleinen Insel dort umgesehen...!“ antwortete TK, und hoffte dass Matt nicht
allzu viel bemerkte.
„Achso, ok. Beeilt euch, es gibt gleich
Abendessen...!“
Die beiden nickten heftig und verschwanden jeweils in ihrem Zelt, um
sich trockene Sachen anzuziehen. Wenig später saßen sie um ein loderndes
Lagerfeuer herum, und grillten Mimis Marshmallows in den Flammen. Verstohlene
Blicke glitten über das Feuer, die aber keiner bemerkte. Davis hatte sich neben
Kari gesetzt, und TK saß ihr gegenüber. Und immer wenn Davis zur Seite sah zog
sie Grimassen über ihn. Das ging soweit bis TK laut herausprustete. Lachend
nahm er den letzten Marshmallow und verschwand in der Dämmerung. Klar hatten
die anderen dieses Grimassenspiel auch mitbekommen.
„Was habt ihr denn alle?!“ fragte Davis verständnislos, weil alle
lachten.
„Nix...!“ kicherte Kari verschwand ebenfalls in der Richtung, die TK
kurz zuvor genommen hatte. Matt zog wenig später seine Mundharmonika heraus und
schickte klagende, langgezogene Töne über den See. Vor einem Tag noch hätte TK
vor Kummer geweint, als er das Spiel hörte. Jetzt kuschelte er sich glücklich
an Kari, die ihm gefolgt war. Patamon und Gatomon kamen dazu, und die beiden
Digiritter erschraken. Aber irgendetwas war anders. Weshalb sagten sie
nichts? Weshalb lachen sie nicht über uns? Fragte sich TK, während Kari sich
wieder beruhigt an ihn kuschelte. Patamon und Gatomon gingen ohne ein Wort an
den Beiden vorbei, und dann sah auch TK warum: Die beiden gingen
aneinandergelehnt, Pfötchenhaltend. Sie sind... auch verliebt...? Das ist
wirklich ein See der Träume... dachte er glücklich und strich Kari zärtlich
über das Haar, worauf sie noch glücklicher seufzte. Als Gatomon und Patamon
außer Sichtweite war, gab er ihr einen sanften Kuss auf die Stirn. Sie hob den
Kopf und sah ihm in die klaren Augen, die sie schon seit Ewigkeiten
faszinierten. Ihre Finger fuhren über seine Lippen, während sie sich näher
kamen. Dann versanken sie in einen langen, ewigen Kuss. Beide wussten in diesem
Augenblick, dass es für ein Zurück zu spät war. TKs Finger spielten mit Karis
Wäsche, und ehe es beide bemerkten glänzten ihre Oberkörper nackt im fahlen
Mondschein. TK lauschte an Karis Brust nach ihrem Herzton, und es beruhigte
ihn, diesen so stark und immerwährend hören zu können. Sanft verwöhnte er ihre
Brüste mit seinen weichen Lippen. Sie konnte sich nicht beherrschen, es war
alles zu schön um wahr zu sein. Er ließ sich nach hinten in den sandigen
Untergrund fallen, während sie ihm die Schuhe von den Füßen zog. In hohem Bogen
verschwanden die Jeans in irgendeinem Dickicht. TK lächelte. Karis Gesicht über
ihm war so klar und deutlich zu sehen, obwohl es längst tiefe Nacht war. Die
harten Schatten, die der Mond schuf, ließen ihr Gesicht noch klarer erscheinen
und ihre Augen schienen wie Opale in der Nacht. Mit sanften Händen streifte TK
nun auch Karis Hose hinunter, so dass sie im Sand landete. Nur noch in
Unterhosen, Kari über TK gelehnt, musterten sie verliebt ihre Gesichter.
Zärtlich strichen vier Hände über zwei Gesichter, die sich wenig später wieder
so nahe waren, dass die Zungen miteinander spielen konnten. TKs Hand verschwand
in Karis Slip, und eine warme Woge durchströmte sie. Sanft entfernte sie TKs
letztes Kleidungsstück, was er auch mir ihrem tat. Die beiden Körper glitten
nebeneinander in den Sand zurück, und einige Sekunden lang lagen TK und Kari
ganz reglos da, die Augen dem Mond zugewandt, und genossen einfach nur den
Augenblick völliger Freiheit.
Der Augenblick dauerte länger, als ihnen später bewusst wurde. Der Mond
wanderte einige Zentimeter, ehe TK und Kari sich wieder ansahen. Erneut
näherten sie sich, berührten sich, erforschten jede Spalte des Gegenübers, so
wie es nur Verliebte können. Der Sand, der an ihrer Haut klebte, machte ihnen
wenig aus. Es war wie ein Kribbeln, dem sie sich hingaben, ein unendliches
Gefühl voller Leidenschaft. TK merkte, dass in seinem Lendenbereich etwas zum
Leben erwachte, was bisher „nur“ ein Kribbeln beim Anblick Karis` von sich
gegeben hatte. Kari fuhr mit ihren Fingern zärtlich über seine Brust und seine
Bauchmuskeln, und als sie die Bewegungen zwischen seinen Beinen wahrnahm, auch
über sein Glied, dass sich zu versteifen begann...
„Kari... Bist du... sicher dass du... soweit bist...?“ fragte TK
mit verhaltenem Stöhnen. Karis Bewegungen mit ihren Fingern über sein Glied
ließen kalte und heiße Schauer durch seinen Körper gleiten. Erwartungsvoll und
sanft sah er Kari an, die über ihn gebeugt im Mondschein saß. Ihre Augen
glitzerten, als sie TKs Blick erwiderte.
„Natürlich... TK... natürlich... Wenn du es auch willst...?“
„Nur mit dir... mit dir allein...“
Karis Gesicht spiegelte ein Lächeln wider. Ihre noch kleinen Brüste
berührten TKs Oberkörper, als sie sich über ihn legte. Er spürte, wie sein
Glied ihren Intimbereich berührte, und nur wenig später passten sie
aufeinander, wie füreinander gemacht. TK drang in Kari ein, so sanft und darauf
bedacht, ihr ja nicht weh zu tun, dass es wie Seide auf ihrer Haut kitzelte.
Lustvoll begann sie TK zu küssen und ihn zu verwöhnen, so wie er sie verwöhnte.
Ein leises Stöhnen entrang seiner Kehle als Kari ihre Hüfte sanft hin und
herbewegte. Sie richtete sich auf und massierte seine Bauchmuskeln im Takt mit
ihren rhytmischen Bewegungen. Ihre Augen fixierten sein Gesicht, und sie sah
dort kleine, glänzende Perlen, die sie auch auf ihrer Stirn fühlte...
Wenn der Mond sehen könnte, wäre er noch blasser beim Anblick dessen
geworden, was sein Licht in der tiefen Nacht enthüllte. Einige der Perlen
tropften von Karis Gesicht und landeten lautlos am Boden, übertönt von den
Geräuschen der Liebe, die die beiden Digiritter füreinander empfanden. Woge um
Woge rollte durch ihre Körper wie ein stürmisches Meer, dass sich von niemandem
bezwingen ließ. Und jede Welle, die anrollte, war höher, stärker und mächtiger
als die Vorhergehende. Den beiden war es, als könnten sie es nicht ertragen,
sich derart nahe zu sein und ihre Lust brach sich in einem Wellenberg, bei dem
TK sich in Kari ergoss. Erst jetzt wurde TK bewusst, dass er Kari ihre Unschuld
genommen hatte – und sie ihm die Seine. Sanft lächelnd löste sie sich von ihm,
doch ihr Atem ging hektisch, ihr Puls raste und ihr Gesicht zeigte eine leichte
Röte. Ihm war nicht anders zumute. Sie ließ sich neben ihm in den Sand gleiten,
in seinen Arm, und er hielt sie fest, ganz fest, auf dass sie ja nicht mehr von
ihm gehen würde.
So lagen sie noch lange Seite an Seite, unbewusst dessen, dass schon
bald der Morgen kommen und ihre Harmonie stören würde. Sie vergaßen Zeit und
Raum um sich herum, während sie dalagen und einfach in die Sterne sahen. TK
machte sich dann doch langsam Sorgen, dass Kari frieren könnte, deshalb
richtete er sich etwas auf und zog die Decke über sich und Kari. Sie schenkte
ihm ein zärtliches Lächeln, und er lächelte umso glücklicher zurück. Für die
Beiden brauchte es nun keine Worte mehr. Sie wussten, dass es zu spät war,
nachzudenken, und über ihre Beziehung zu reden. Sie genossen es einfach. Arm in Arm. Horchten den Herzschlag des anderen und
hofften, dass der Morgen nie kommen möge. Doch er kam, und als die
Dämmerung stärker hereinbrach, zogen sie sich wieder an, bevor die anderen sie
eventuell finden konnten.
Tatsächlich brachen die Digiritter (leider) dann wieder nach Hause auf,
doch dieses Mal hatte Kari für niemanden mehr einen Blick übrig – außer für TK.
Jeder bemerkte was bei den beiden vor sich ging, aber sie gaben den
beiden ihren Segen – bis auf Davis, der sich fühlte wie ein Vulkan der kurz vor
dem Ausbruch stand....!
Achja.... 9 Monate später gab es einen Riesenkrach im Hause
Takaishi!!! THE END!!! J